Hannah van Goeverden
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Poster Präsentation auf der ICY Konferenz
„Die zwei Jahre meines Masterstudiums waren manchmal eine Herausforderung, aber ich bin unglaublich dankbar für die Möglichkeit, diese Erfahrungen zu machen. Sie haben mich als Person geformt und mir eine solide Grundlage verschafft, auf die ich meine Zukunft aufbauen kann.“
Mit Unterstützung des Helmut-&-Babs-Amos-Stipendiums der DAAD-Stiftung absolvierte Hannah van Goeverden ihren Master an der Stellenbosch University. Als Forscherin mit einem Interesse für industrielle Anwendungen arbeitete sie an ver-schiedenen nachhaltigen Fermentationsmethoden in der Weinproduktion. Während ihrer zweijährigen Forschungszeit hat sie sich nicht nur beruflich, sondern auch persönlich weiterentwickelt, fand neue Freunde und verbrachte viel Zeit mit Wanderungen in den Bergen der Region um Stellenbosch.
Ich habe meinen Masterabschluss in Wein-Biotechnologie an der Universität Stellenbosch gemacht. Mein großes Interesse gilt sowohl der Biologie als auch der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, daher war ich der Überzeugung, dass mir dieser Abschluss eine unglaubliche Möglichkeit bietet, mich auf beide Interessen zu konzentrieren. Die Universität Stellenbosch war der perfekte Ort dafür, da sich diese im Herzen des südafrikanischen Weinbaugebiets befindet.
Thema meiner Masterarbeit war, das Verständnis für die phänotypischen Auswirkungen von Thiamin, Biotin und Pyridoxin auf die Wachstums- und Fermentationseigenschaften von Hefe in Einzel- und Mischkulturen zu verbessern. Bei den in dieser Studie untersuchten Hefen handelte es sich um Saccharomyces cerevisiae, Lachancea thermotolerans und Torulaspora delbrueckii, die fluoreszenzmarkiert wurden.

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Fermentationsansätze
Mein Studienzeitraum begann mit der Formulierung eines Plans und eines Vorschlags in Bezug auf die Umsetzung dieses Ziels, den ich unserem Fachbereich vorgestellt habe. Anschließend begann ich meine Laborarbeiten mit der Durchführung von Gärprozessen in kleinem Maßstab, bei denen die Hefepopulationen anhand von Durchflusszytometrie überwacht wurden. Diese Gärprozesse wurden in 6-Well-Kulturplatten mit 6 ml Medium durchgeführt.

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Durchflusszytometrie
Der gleiche Prozess wurde anschließend in großem Maßstab umgesetzt, um festzustellen, ob die Größe der Gärprozesse Auswirkungen auf die Ergebnisse hat. Diese Gärprozesse wurden in 1-l-Kolben mit 400 ml Medium durchgeführt. Zudem wurde die Zuckeraufnahme während der Gärungen mit dem Analyseautomat Konelab Arena 20XT überwacht.

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Größere Fermentationsuntersuchungen im Labor
Meine Forschung lief über etwa ein Jahr, und das meiste habe ich allein erledigt. Meine Laborkollegen und Mentoren waren jedoch immer für mich da, wenn ich Hilfe oder Anleitung benötigt habe.
Die Ergebnisse dieser Studie haben gezeigt, dass jede Spezies von jedem der Vitamine unterschiedlich beeinflusst wurde. Obwohl für jedes Vitamin viele Effekte festgestellt wurden, lassen sich unsere wichtigsten Erkenntnisse zu den einzelnen Vitaminen wie folgt zusammenfassen. Wir haben festgestellt, dass Thiamin das Wachstum vom S. cerevisiae fördert, das Wachstum von Nicht-Saccharomyces-Hefen jedoch hemmt. Wir konnten zeigen, dass das Fehlen von Biotin das Wachstum von Nicht-Saccharomyces-Hefen hemmt, es sei denn, sie werden gezielt mit S. cerevisiae gezüchtet.

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Ausbringen der Proben
Im Hinblick auf Pyridoxin haben wir schließlich festgestellt, dass die Abwesenheit von Pyridoxin bei Gärungen im kleinen Maßstab das Wachstum von S. cerevisiae in Monokulturen hemmt, nicht jedoch in Co-Kulturen. Das Gegenteil war bei Gärungen in großem Maßstab zu sehen – ein Nachweis dafür, dass der Maßstab des Experiments den Effekt von Pyridoxin auf S. cerevisiae beeinflusst. Da Wein ähnlich wie die Co-Kulturen in großen Gärprozessen erzeugt wird, zeigen uns diese Resultate, dass Pyridoxin ein sehr wichtiges Vitamin für eine erfolgreiche Weinfermentierung sein könnte.

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Im Labor
Auch wenn es auf dem Weg zu meinem Master einige Hindernisse zu bewältigen gab, wie beispielsweise die wiederholte Durchführung von Gärprozessen aufgrund von Fehlern oder defekten Geräten, habe ich meine Zeit im Labor in den vergangenen zwei Jahren doch wirklich genossen. Ich konnte meinen Master im Dezember 2024 mit Erfolg abschließen.

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Am Tag des Master-Abschlusses
Ich habe sehr viel gelernt, nicht nur im Hinblick auf Laborkenntnisse und wissen-schaftliches Know-how, sondern auch über mich selbst und wie ich alles schaffen kann, was ich mir vornehme. Zudem habe ich wichtige Menschen kennengelernt und Alltags-kompetenzen erworben, wie z. B. effektive Kommunikation und Team-Arbeit, die mir bei meiner Karriere in der Wissenschaft und in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie von Nutzen sein werden.
Nur dank der Chance, die mit das Helmut & Babs Amos Stipendium gab, konnte ich in den vergangenen zwei Jahren so viel lernen. Ich fühle mich geehrt und stolz, dass ich dieses Stipendien erhalten habe, und ich bin unglaublich dankbar dafür, da ich meine Studien ansonsten nicht hätte fortsetzen können. Ein postgraduales Studium kann zusätzlich zu den Lebenshaltungskosten in Südafrika sehr teuer sein, daher hat mir die Kombination aus dem Helmut & Babs Amos Stipendium mit einem Teilstipendium meiner Universität diese großartige Gelegenheit ermöglicht.
Das Stipendium hat mir zudem während meines Masterstudiums Sicherheit gegeben, da ich keinen zusätzlichen Stress wegen finanzieller Sorgen hatte und keinen Teilzeitjob suchen musste, der meine gesamte Freizeit in Anspruch genommen hätte. Auf diese Weise konnte ich in meiner freien Zeit Spaß haben, Zeit mit Freunden verbringen und mich auch einmal entspannen. Stellenbosch ist ein schöner Teil des Landes, daher habe ich meine Freizeit gerne mit Bergwanderungen und dem Besuch von Weingütern mit Freunden verbracht.
Weitere Arbeiten werden derzeit von Doktoranden in meinen Fachbereich durchgeführt, um die Ergebnisse, die ich im Rahmen meiner Masterarbeit gesammelt haben, zu verstehen und zu erklären. Diese Doktoranden hoffen, den genetischen Einfluss von B-Vitaminen auf Hefespezies in Co-Kulturbedingungen weiter zu erforschen.
Ich freue mich schon, das Gelernte in die Arbeitswelt einzubringen, und plane, bald mit meiner Karriere zu starten. Ich bin vor kurzem nach Europa gezogen, da ich neue Kulturen und eine neue Lebensweise kennenlernen möchte. Ich arbeite derzeit als Online-Lehrerin und suche nach Möglichkeiten für meinen Karriereeinstieg im wissenschaftlichen Bereich der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie in Irland.
Stand: Februar 2025. Die englische Version ist das Original.

