Clemens Röger

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Vor der Infotafel der International Partnership of Business Schools (IPBS)

"Ich freue mich ganz besonders, dass ich durch das Alexander Spohn-Stipendium der DAAD-Stiftung die Möglichkeit erhalten habe, einen Studienaufenthalt in Dublin zu absolvieren. Diese Erfahrung hat meinen Horizont nachhaltig erweitert und ich konnte interkulturelle Erfahrungen und wertvolle fachliche Erkenntnisse gewinnen."

Als Mitglied des IPBS, eines internationalen Hochschulnetzwerks, ermöglicht die ESB Business School in Reutlingen ihren Studierenden einen Zweitabschluss an einer Partnerhochschule zu erlangen. Für Clemens Röger bedeutet dies, neben dem B.Sc. in International Management in Reutlingen auch einen B.A. in Global Business an der Dublin City University zu erlangen. Das Alexander Spohn-Stipendium unterstützt den Auslandsaufenthalt in Irland.

Er schildert unter anderem, wie es ist, in einem Doppelabschlussprogramm zu studieren und wenn unterschiedliche Traditionen in einer Wohngemeinschaft aufeinandertreffen:

Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, als ich voller Vorfreude auf meine Zeit in Irland gewartet habe. Doch nun ist mein Aufenthalt bereits zu Ende, und was bleibt, sind die vielen wertvollen Erinnerungen und Erfahrungen, die ich in diesen Monaten sammeln durfte.

Wie für viele andere internationale Studierende an der Dublin City University war mein Aufenthalt geprägt von den unterschiedlichen Perspektiven, Kulturen und Menschen aus verschiedensten Ländern. Dabei freue ich mich besonders darüber, dass ich einzigartige, vielseitige und spannende Einblicke gewinnen konnte.

Röger Flug Und Ceo

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Auf dem Flug nach Dublin und nach einem Gastvortrag des CEO von Ryanair, Michael O‘Leary

Die Werte, die mir in diesem Kontext – auch durch die Universität – vermittelt wurden, werden meinen weiteren Lebensweg sicher nachhaltig beeinflussen. Die DCU legt großen Wert auf Diversität und den interkulturellen Austausch zwischen den Studierenden. Sie schafft eine offene „Student Community“, in der man sich gut aufgehoben fühlt und auf jede Sorge oder Frage Unterstützung und Rat findet.

Dies zeigt sich zum Beispiel in der Möglichkeit, mit anderen Studierenden in Kontakt zu treten, die einem bei akademischen Arbeiten oder auch in anderen Bereichen des Studentenlebens, wie der Wohnungssuche zur Seite stehen. Dieser Austausch war von der DCU organisiert und reicht von digitalen Meetings zu Hilfe vor Ort in der Bibliothek in Tutorien zu akademischem Schreiben.

Im Vergleich zu Deutschland legt die DCU einen größeren Fokus auf Gruppenprojekte und Leistungsabfragen während des Semesters. Dadurch waren die Vorlesungen oft interaktiver und spannender. Oft haben wir Studenten uns gegenseitig unterstützen können. So haben wir in den Modulen Lerngemeinschaften gebildet, bei denen jedes Teammitglied seine Stärken eingebracht hat. Dadurch konnten wir uns optimal ergänzen.

Röger Uni Dublin

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Vor der Business School der Dublin City University

Im Bereich Start-up-Entwicklung, Unternehmensstrategie und Datenanalyse konnte ich mich besonders gut einbringen. Gerade in diesen Modulen habe ich meine Interessen und Stärken eingebracht, indem ich kreative Ansätze für Geschäftsideen entwickelt, Marktanalysen durchgeführt und Daten mit Tools wie Excel und Python ausgewertet habe. Unser Teamwork bestand außerdem darin, die Vorlesungsinhalte und Projekt-aufgaben nach individuellen Fähigkeiten und Interessen aufzuteilen, sodass jeder das jeweilige Thema vorbereitet, in dem er sich gut auskannte und anschließend in der Gruppe vorgestellt hat. So habe ich die belegten Kurse mit sehr guten Ergebnissen absolviert und entsprechend konnte ich die belegten Kurse vollständig für meinen Abschluss in Deutschland anrechnen.

Ein Highlight waren die Gastvorträge im Modul „New Enterprise Development“.

Dieses Modul zeigte, wie praxisnah die Bildung an der DCU ist, da einige erfolgreiche Gründer als Gastredner eingeladen wurden und uns faszinierende Einblicke in ihre beruflichen Erfahrungen und ihr Leben gegeben haben. Beispielsweise erzählte uns Paul Cheek, Lektor am Massachusetts Institute of Technology, von seinen Erfahrungen bei der Gründung von Oceanworks, einem Start-Up, welches Plastik aus den Ozeanen wiederaufbereitet und weiterverkauft, um so die Verschmutzung in den Weltmeeren zu reduzieren.

Der Fokus auf Praxisnähe und die Förderung unserer beruflichen Fähigkeiten (Employability) wurde auch durch die angebotenen „Career Fairs“ deutlich, bei denen zahlreiche nationale und internationale Unternehmen aktiv Stellen angeboten haben. Darüber hinaus boten exklusive Firmenevents die Gelegenheit, die modernen Büros in einem der angesagtesten Viertel Dublins, den „Docklands“, zu besuchen und sich direkt mit den dortigen Mitarbeitenden auszutauschen.

Röger In Howth

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Ein Ausflug nach Howth

Natürlich durften bei all den kulturellen und akademischen Eindrücken auch die Freizeitaktivitäten nicht zu kurz kommen – schließlich hat Irland so viel zu bieten!

Die Mitgliedschaft in verschiedenen Clubs und Societies bot mir die Gelegenheit, neue Interessen zu entdecken und mich auch außerhalb des Studiums weiterzuentwickeln. Die Vielzahl an solchen Angeboten hat das Unileben sehr vielseitig gemacht und für alle Interessen war etwas dabei. Besonders cool war die DJ Society, die bei vielen Events am Campus für Stimmung gesorgt hat!

Gemeinsam mit meinen Freunden war jede Woche voller spannender Unter-nehmungen, die bald zu einem festen Bestandteil meiner Routine wurden. Wir waren dabei stets eine gemischte Gruppe aus Deutschen, Franzosen, Spaniern, Kanadiern und Iren. Das bot mir die die Möglichkeit mein Französisch und Spanisch aufzufrischen. Mit einigen habe ich jetzt schon ein Wiedersehen ausgemacht, bei dem wir uns gegenseitig besuchen werden.

Besonders viel Spaß habe ich dabei am Schach spielen und Klettern gefunden. Außerdem war ich wieder aktiv im Karting Club und bin auf irischen Karting Bahnen Rennen gefahren. Daran hatte ich in Deutschland schon viel Spaß, konnte aber aus zeitlichen und finanziellen Gründen nicht so oft fahren. An der DCU werden allerdings alle Societies gefördert und somit waren die Karting Ausflüge verhältnismäßig preiswert (zwischen 20-40€ für einen halben Tag).

Röger Bot Garten Und Bar

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Botanischer Garten in Glasnevin und die berühmte Temple Bar

Die Wohnsituation in Dublin ist mit Sicherheit die größte Herausforderung, mit der man konfrontiert wird. Hier lohnt es sich, besonders frühzeitig nach einer Wohnung zu suchen. Es herrscht eine enorme Wohnungsnot und entsprechend hoch sind die Mietpreise.

Ich habe in einer WG in einem Studentenwohnheim zusammen mit zwei Deutschen und einem Iren gelebt. Dieses Wohnheim war nur einen kurzen Laufweg von der DCU entfernt, was für uns sehr praktisch war, da sich das meiste Programm sowieso an der Universität abspielte. Leider ist die DCU im Norden Dublins und wir haben deswegen 40 Minuten in die Stadt mit dem Bus gebraucht (auch hier fahren Doppeldeckerbusse).

Zum Glück lief das Zusammenleben in der WG sehr gut - sicherlich auch, weil ich eine schwäbische Tradition mitgebracht habe: die Kehrwoche. Dabei haben wir uns schon zu Beginn auf einen Wochentakt im Putzen geeinigt. Wenn man sich nicht an die Regeln hielt, so musste man den Anderen eine Kleinigkeit beim nächsten Einkauf im Lidl spendieren.

Während ich mich mit den deutschen Mitbewohnern sofort gut verstanden habe, da wir die gleichen Kurse belegten, bot der Kontakt mit dem irischen Mitbewohner einen Einblick in die irische Kultur. Wir haben oft bis spät in die Nacht Geschichten und Erfahrungen ausgetauscht und einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgefunden – jeder mag das Bier aus seinem Land! Außerdem habe ich von ihm mir bislang unbekannte Sportarten kennengelernt. Hurling, Gaelic Football oder Camogie.

Insgesamt war mein Aufenthalt in Irland eine wertvolle Erfahrung, die ich sehr schätze. Die Offenheit und Freundlichkeit der Iren haben dafür gesorgt, dass ich mich schnell wohlgefühlt habe und mich persönlich und akademisch entfalten konnte.

Abschließend möchte ich meinen Dank aussprechen, dass ich all diese tollen Erfahrungen dank der DAAD-Stiftung durch das Alexander Spohn-Stipendium sammeln konnte. Ein Auslandsstudium öffnet so viele Türen und zeigt einem so viel von der Welt, dass ich es jedem nur empfehlen kann.

Stand: Oktober 2024