Notfall-Fonds

DAAD/Wenzel

Der Notfall-Fonds

Der Notfall-Fonds ist das stiftungseigene Förderprojekt. Aus den zur Verfügung stehenden Mitteln kann grundsätzlich jede/r Studierende gefördert werden, die/der sich in einer schweren Ausnahmesituation befindet.

Die Einzelfallentscheidung über eine Förderung liegt beim Rat der DAAD-Stiftung.

Unterstützung von Flüchtlingen
Aus gegebenem Anlass liegt ein Projektschwerpunkt in der Förderung studierfähiger junger Menschen, die aus ihrem Heimatland geflüchtet sind. Die DAAD-Stiftung setzt sich dafür ein, dass begabte Flüchtlinge, die sich in einer konkreten Notsituation befinden, diese Situation überwinden und ihr Studium fortsetzen können.

Jeder Beitrag zählt.

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Flüchtlinge im Sprachkurs

​Lichtenscheidt/DAAD
 
Sehen Sie hier den ersten Spendenaufruf, den die Vorsitzende des Rates der DAAD-Stiftung im LETTER, dem Magazin für DAAD-Alumni, im August 2015 gestartet hat.

Beachte:

Die Förderung aus dem Notfall-Fonds dient der Hilfe in einer konkreten/akuten Ausnahmesituation.

Keine monatlichen Stipendienraten. Aus dem Notfall-Fonds werden keine Stipendien oder ähnlich langfristige Förderungen gewährt.

Die bloße Tatsache, dass ein Student nicht BAfäG-berechtigt ist oder keine anderen öffentlichen Leistungen erhält, begründet als solche keine Ausnahmesituation im Sinne des Notfall-Fonds der DAAD-Stiftung. Auch die Anhäufung von Schulden über einen zurückliegenden Zeitraum stellt als solche keine akute Notfall-Situation dar.

Um einen Antrag bearbeiten und dem Stiftungsrat zur Entscheidung vorlegen zu können, benötigt die Geschäftsstelle folgende Unterlagen:

  • Unterschriebenes Anschreiben mit detaillierter Schilderung der akuten Not-Situation
    (im Sinne der Auswahlkriterien)
  • Eingehende Begründung des einmalig beantragten (Gesamt)Förderbetrags zwecks Bewältigung einer akuten Ausnahmesituation.
    (inkl. Darstellung der regelmäßigen monatlichen Kosten)
  • Lückenloser Lebenslauf (tabellarisch)
  • Studienbescheinigung
    (inkl. Studienfach, Semesterzahl und Notenspiegel)
  • Kopie von Pass, Personalausweis oder ähnlichem Dokument
  • ggf. Kopie der Aufenthaltsgenehmigung / Meldebestätigung
  • ggf. ärztliche Atteste, Krankenhausrechnungen oder ähnliches
    (dies gilt auch für Angehörige, falls deren Erkrankung zur Antragsbegründung herangezogen wird)
  • Kopien über Nachweise der finanziellen Situation der letzten drei Monate (Kontoauszüge)
  • ggf. Nachweise über die Gewährung oder Ablehnung von BAföG
  • Darlegung der vergeblichen Anstrengungen um andere Fördermöglichkeiten und/oder Nachweis des persönlichen Bemühens der/s Antragstellerin/s, zur Lösung der (finanziellen) Situation beizutragen

Die Unterlagen sollten vom Umfang her jeweils eine Seite möglichst nicht überschreiten. Eine tabellarische oder ähnlich strukturierte Darstellung ist dem Fließtext vorzuziehen. Sofern die Unterlagen nicht auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch sind, ist jeweils eine formlose Übersetzung beizufügen.

Antragsadresse:
DAAD-Stiftung
Kennedyallee 50
53175 Bonn
info@daad-stiftung.de

Das Zusenden der Unterlagen kann per Post oder per Mail erfolgen.

Allgemeine Kriterien zur Unterstützung einer individuellen Ausnahmesituation


Auswahlkriterien

  • schwere Ausnahmesituation: finanzielle, persönliche, politische, krankheitsbedingte Notsituation (z.B. bevorstehende Inhaftierung bei Rückkehr ins Heimatland oder politisch motivierte Untersagung der Studienfortführung im Heimatland)
  • grundsätzlich keine Finanzierungsmöglichkeit aus DAAD-Mitteln, öffentlichen Mitteln oder sonstigen Drittmitteln (z.B. Notfall-Unterstützung an der jeweiligen Hochschule bzw. in der jeweiligen Stadt)
  • Unvorhersehbarkeit
  • Fremdverschulden
  • objektive Nachweisbarkeit

Förderkriterien

  • Einmalige/punktuelle Förderung
  • Minimale Höhe des Förderbetrags (in der Regel): 1.000 €
  • Maximale Höhe des Förderbetrags: 10.000 €
  • (bei Unterstützung eines DAAD-Stiftung-Stipendiaten oder DAAD-Stipendiaten wird die Höhe der Minimalförderung an die Stipendienrate angepasst)
  • Belege zu Auswahlkriterien müssen zum Zeitpunkt der Förderzusage vorliegen