Kacper Gawron
Matthias Friel / TH Wildau
Der Campus der TH Wildau
„Das Ilse Müller-Stipendium hat mir die Möglichkeit gegeben, mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterzuentwickeln und meinen Horizont zu erweitern. Die in Berlin verbrachte Zeit werde ich mein ganzes Leben in Erinnerung behalten.“
Das Ilse Müller Stipendium der DAAD-Stiftung ermöglichte Kacper Gawron einen Hochschulsommerkurs an der technischen Hochschule Wildau. Dem Studenten aus Breslau sagten dabei vor allem die abwechslungsreichen Lehrmethoden zu. In seiner Zeit in Berlin wohnte er mit einer Gruppe internationer Studierender zusammen, bei denen er seine Deutschkenntnisse erproben konnte. In seiner Freizeit sah er sich die Stadt an und bereiste Deutschland.
Ich habe eine wirklich schöne Zeit in Berlin verbracht. Ich freue mich sehr, dass ich diese Entscheidung getroffen habe, an dem DAAD - Bewerbungsprozess teilzunehmen und dann das Stipendium der DAAD-Stiftung zu erhalten. Die Zeit an dem IIK Institut (A.d.R. Kursträger war die TH Wildau) war äußerst produktiv. Der Unterricht hat täglich am Nachmittag stattgefunden. Mein Kurs war mit dem Thema Wirtschaft und Politik verbunden. Das war für mich sehr interessant, weil ich Wirtschaftswissenschaft studiere.
Der Unterricht war auf keinen Fall langweilig. Unser Lehrer hat verschiedene digitale Methoden benutzt. Kahoot und Quizlet machten sehr viel Spaß. Die Gruppe war nicht sehr groß – circa 15 Leute. Positiv überrascht hat mich die häufige Verwendung von digitalisierten Lehrmaterialien, obwohl ich persönlich zugeben muss, dass ich her-kömmliche Hefte bevorzuge.

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Rundfahrt auf der Spree
In den Kursen haben wir uns auf Themenbereiche wie geplante Obsoleszenz, Unter-nehmensstruktur, rechtliche Grundlagen der Geschäftstätigkeit und verschiedene Industriezweige konzentriert. Wir haben viele Aspekte zur Diskussion gestellt, die die Probleme der Arbeitsethik und des Klimawandels betreffen. Außerdem habe ich neue, nützliche grammatikalische Strukturen kennengelernt.
Ich habe viele interessante Leute kennengelernt - das steht außer Frage. Besonders habe ich viele schöne Erinnerungen an meinen Mitbewohner gemacht. Insgesamt haben wir in 5 Personen gewohnt. Das war wirklich eine interessante Mischung aus den verschiedenen Kulturen und Sitten, weil sie aus Ägypten, Montenegro, Guatemala und Kolumbien kommen. Manchmal gingen wir zusammen in Stadt, machten Partys und kochten. An manchen Abenden trafen wir uns in der Küche und einer von uns bereitete seine traditionellen Gerichte zu, damit wir sie gemeinsam probieren konnten. Es gab also einen kolumbianischen, polnischen, ägyptischen und sogar einen italienischen Abend.

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Der Balkon unserer Wohnung
Obwohl ich auch viele Möglichkeiten hatte, meine Deutschkenntnisse während des Unterrichts zu verbessern, waren die Diskussionen mit den Mitbewohnern in diesem Sinne auch sehr hilfreich. Manchmal haben wir auch auf English gesprochen, weil zwei von uns vor kurzem angefangen haben Deutsch zu lernen.
Einen typischen deutschen Alltag zu beobachten war für mich schwer. Die inter-kulturelle Mischung, die ich in der Wohnung erfahren habe, hat sehr gut der Berlin - Atmosphäre entsprochen. Ich erinnere mich, dass mein Lehrer uns das Lied “Ist mir egal” gezeigt hat. Das von BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) vorbereitete Lied erklärt, warum Berlin eine besondere Stadt ist, wo man sein kann, wer man will.

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Multimedia Show zur deutschen Geschichte
Es gibt viele schöne Orte sowohl in Berlin als auch in dem ganzen Land. Obwohl ich vier Wochen in Berlin verbracht habe, habe ich noch nicht alles gesehen, was ich geplant habe. Der Ausflug nach Potsdam gefiel mir sehr. Es war schade, dass ich nicht schon am Morgen, sondern circa 12 Uhr dorthin gefahren bin. Wenn ich nur mehr Zeit dort hätte…
Auf jeden Fall war der Sanssouci Palast mit dem ganzen Park ausgezeichnet. Ich habe auch ein paar Sehenswürdigkeiten in Berlin besucht. Natürlich waren die Museums-insel, Reichstag und das Brandenburger Tor sehr toll, aber es war eine große Über-raschung für mich, als ich hunderte Menschen an einem Sonntag in dem Mauerpark gesehen habe. Endlich habe ich entdeckt, wo die Berliner Freizeit verbringen. Es gibt auch viele gemütliche Orte an der Spree, wo man die Aussicht genießen kann.

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Bei Stralsund
Außerdem habe ich einen Ausflug nach Hamburg und nach Stralsund gemacht. In Hamburg habe ich meine Familie besucht. Die Entscheidung, nach Stralsund zu fahren, habe ich mit meinem Mitbewohner getroffen, weil wir ein Tag am Meer verbringen wollten. Die Reise von Berlin dauert nur ungefähr 3 Stunden, sie ist also nicht lang. Dort konnte ich mich auch entspannen.
Die besonders gut in Deutschland funktionierende Sache ist das Deutschlandticket. Das Ticket hat mir erlaubt, ziemlich alle öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Mit diesem Ticket konnte ich zwischen der Unterkunft und dem IIK-Institut pendeln und auch die Ausflüge am Wochenende organisieren. Die deutsche Parole “Gut und günstig" beschreibt diese Lösung perfekt. Ich finde, dass es in Polen hilfreich wäre, solche Tickets auch einzuführen.
Stand: August 2025.

