Teresa Andreani

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Im Büro

„Das Jurist(inn)en Stipendium Europa erlaubte es mir, während meines Forschungs-aufenthalts in München alle vorhandenen Austausch- und Entdeckungsmöglichkeiten zu nutzen.“

Sabine Hackspiel spendete der DAAD-Stiftung Mittel, damit das „Jurist(inn)en Stipendium Europa“ umgesetzt werden konnte. Dank dieser Unterstützung konnte
Teresa Andreani ihre Forschung am Max-Planck-Institut für Sozialrecht in München durchführen. Bei ihrer Untersuchung der rechtlichen Entwicklung zum Thema Gesundheit und Versorgung pflegebedürftiger älterer Menschen EU-weit profitierte sie von der Expertise des Instituts in Fragen der Langzeitpflege. In ihrer Freizeit genoss sie die lebendige Atmosphäre Münchens und entdeckte kulturelle und gastronomische Highlights – einige zusammen mit Freunden, die sie aus Italien besuchten.

Mein Forschungsaufenthalt am Institut

Im Januar 2025 verließ ich Italien, wo ich derzeit als Forschungsdoktorandin an der Sant‘Anna Scuola Universitaria Superiore in Pisa eingeschrieben bin, und begab mich für einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik (MPISOC) nach München. Finanziell gefördert wurde diese bereichernde Gelegenheit durch die DAAD-Stiftung. Dabei hatte ich die große Ehre, Sabine Hackspiel persönlich kennenzulernen und mit ihr meine wissenschaftlichen Perspektiven auf die Entwicklung der Rechte älterer Menschen im Pflegebereich zu diskutieren.

Andreani and Dr Hackspiel

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Virtuelles Treffen mit meiner Förderin Sabine Hackspiel

Mein Promotionsvorhaben befasst sich mit der rechtlichen Entwicklung der italienischen Langzeitpflegesysteme für hilfsbedürftige ältere Menschen und ordnet diese in den europäischen Kontext ein. Vor diesem Hintergrund lag es nahe, mich dem MPISOC mit seinem strukturellen „Law and Policy“-Ansatz und seiner internationalen, wettbewerbs-fähigen Atmosphäre anzuschließen, um von der Expertise hinsichtlich Langzeitpflege und der renommierten Forschungsumgebung des Instituts zu profitieren.

Andreani Munich

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Blick auf München

Das im Herzen Münchens gelegene Institut war ein guter Ort für meine Forschungs-aktivitäten. Während meines Aufenthalts habe ich meine Forschungsaufgaben in mehrfacher Hinsicht weiterentwickelt. Beispielsweise habe ich die Fragestellung und Struktur meiner Forschung überarbeitet und konnte so den Aufbau meiner Promotion deutlich verbessern. Parallel dazu fand am 19. Februar die öffentliche Verteidigung meines Forschungsentwurfs statt. Bei dieser Gelegenheit erhielt ich nützliche Hinweise und Empfehlungen zur Verbesserung meiner laufenden Arbeit.

Andreani presentation

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Präsentation

Das Forschungsteam bestand während meines Vortrags aus zehn Personen, die meisten davon am Institut immatrikulierte Doktoranden und Doktorandinnen. Abgesehen von einigen Fragen, die sie mir stellten, war es schwierig, in die Diskussion über mein Forschungsprojekt zu kommen. Dies war auch der einzige Anlass für ein Gespräch mit meinem Vorgesetzten, dem Institutsleiter, der mir Feedback zu meinem Projekt gab. In jedem Falle war dies eine gute Gelegenheit, bestehende Forschungs-lücken aufzuzeigen, darunter die Notwendigkeit, mich näher mit der EU-Politik auseinanderzusetzen. Außerdem erhielt ich Anregungen, wie ich meine Arbeit verbessern kann.

Neben diesem wichtigen Ereignis gestaltete sich der Ideenaustausch mit dem Forschungsteam schwierig, da es an konkreten Initiativen fehlte, um die Integration von Gastwissenschaftler:innen zu erleichtern und eine einladende, inklusive Umgebung am Arbeitsplatz und darüber hinaus zu schaffen. Auch Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Doktorand:innen gab es kaum. Um diesem Gefühl der Isolation, das auch andere Gastwissenschaftler:innen teilten, etwas entgegenzusetzen, versuchte ich mehrmals, anhand von Büchern zum europäischen Sozialrecht zielführende Diskussionen anzustoßen und mit Kolleg:innen das deutsche Langzeitpflegesystem zu erörtern.

Mein Leben in München

Obwohl ich meine Zeit überwiegend mit wissenschaftlichen Aufgaben verbrachte, habe ich das pulsierende Großstadtleben Münchens sehr genossen. Meine gemütliche WG-Unterkunft befand sich in der sehr zentral gelegenen Isarvorstadt, direkt am Fluss. Die grüne Umgebung dieses innenstadtnahen Bezirks hat mir ebenso gefallen wie die gelegentlichen Besuche in dem iranischen Café und der türkischen Taverne in meiner Nähe.

Andreani dinner

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Abendessen mit Freundinnen

Da ich in meinem Arbeitsumfeld keine Anschlussmöglichkeiten fand und nur selten neue Menschen kennenlernte, verbrachte ich meine Freizeit damit, die historische Stadtmitte, Sehenswürdigkeiten und Geschäfte zu erkunden – meistens allein oder wenn ich am Wochenende Besuch hatte. Besonders angetan hat es mir die Gegend um das Sendlinger Tor. Meine Lieblingsorte waren der beeindruckende Alte Südfriedhof, die barocke Asamkirche und das Universitätsviertel in der Maxvorstadt mit seinen interessanten Museen. Dort entdeckte ich ein wunderschönes Antiquariat und stürzte mich auch einige Male ins studentische Nachtleben.

Andreani pottery

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Töpferkurs in München

Zur Abwechslung nahm ich auch einige Male an einem Töpferkurs teil – eine Erfahrung, die ich bereits von meinem Forschungsaufenthalt in Jerusalem kannte. Deshalb lud ich auch eine Berliner Bekanntschaft, die ich in Jerusalem gemacht hatte und mich in München besuchte, zum Mitmachen ein. Angesichts des riesigen gastronomischen Angebots der Stadt ging ich oft in Restaurants und Bars. So probierte ich zum ersten Mal brasilianisches Essen und genoss die vietnamesische und chinesische Küche.

Die lebhafte Atmosphäre Münchens gefiel mir so gut, dass ich die Stadt bis ins kleinste Detail erkundete. Aus diesem Grund reiste ich ansonsten nicht viel: Während meines Aufenthalts besuchte ich nur Nürnberg und Hamburg zum ersten Mal. Beide Städte machten mit ihrer vielfältigen Architektur und ihrem reichen Kulturleben großen Eindruck auf mich. Überhaupt war das Kulturleben ein wichtiger Teil meines Aufenthalts in München: Ich besuchte mehrere Geschichts- und Kunstmuseen, darunter die Pinakothek der Moderne, die Alte Pinakothek und das Lenbachhaus. Diese Erlebnisse schufen eine starke Verbundenheit zur Stadt.

Stand: April 2025. Die englische Version ist das Original.